Sterbegeldversicherung im Test – Ergebnis: zu teuer und wenig kundenfreundlich

Testsieger Sterbegeldversicherung
Welches Urteil fällen Sterbegeldversicherung Tests?

Der letzte Sterbegeldversicherung Test von Finanztest (gehört zu Stiftung Warentest) stammt aus dem Jahr 2009. Leider gibt es bis jetzt (Stand Dezember 2016) keinen aktuelleren Vergleich.
Damals kam Finanztest zu dem Schluss, dass Sterbegeldversicherungen oftmals zu teuer und nicht sehr kundenfreundlich sind. Wer zum Beispiel eine Sterbegeld-Police erst mit 65 Jahren abschließt, zahlt drauf.

Wie funktioniert eine Sterbegeldversicherung?

Wer Geld für seine eigene Beerdigung zurücklegen möchte, kann dies mit einer Sterbegeldversicherung tun. Der Versicherungsnehmer zahlt dabei die Beiträge ein und im Todesfall erhalten die Hinterbliebenen die vereinbarte Summe ausgezahlt. Abgeschlossen wird eine Sterbegeldversicherung mit einer geringen Versicherungssumme. Die Beiträge fließen zum größten Teil in den Risikoschutz sowie die Verwaltungskosten. Nur ein kleinerer Teil in den Sparanteil. Der Schutz der Sterbegeldversicherung gilt bis ans Lebensende.

Sterbegeldversicherung im Test – Vorgehensweise und Ergebnisse

Im Sterbegeldversicherung Vergleich von Stiftung Warentest wurden Sterbegeld-Policen von 30 Lebensversicherern sowie 14 Sterbekassen untersucht. Es gab zwei Modellkunden: Ein 45Jähriger und ein 65 Jähriger, die einen Vertrag über eine Versicherungssumme von 5.000 Euro abschlossen und eine Beitragszahlungsdauer von 20 Jahren vereinbarten.

Wichtige Kriterien einer guten Sterbegeldversicherung waren dabei:

  • Kosten und Beiträge sollten in einem günstigen Verhältnis zueinander stehen.
  • Die Versicherungsbedingungen sollten verbraucherfreundlich sein
  • Die Angebote sollten einem Vergleich zu einer Risikolebensversicherung standhalten.

Das sind die Testsieger bei der Sterbegeldversicherung

Für den 45Jährigen Modellkunden gibt es 3 Angebote, die die Tester von Stiftung Warentest empfehlen können. Die Debeka, HDH und SDK erfüllten alle drei oben genannten Kriterien. Bei der Debeka und der SDK müssen Kunden vor dem Abschluss Gesundheitsfragen beantworten. Die Versicherer können also Verbraucher ablehnen. Die HDH verzichtet zwar auf eine Gesundheitsprüfung, gibt aber eine Wartezeit an. Verstirbt der Versicherte in dieser Frist erhalten die Angehörigen nur einen Teil der Versicherungssumme. Kunden ab 55 Jahren müssen mit einer Wartezeit von 3 Jahren rechnen. Jüngere Kunden hingegen haben nur eine Frist von 6 Monaten.

Sterbegeldversicherung nicht zu empfehlen für Kunden ab 65 Jahren

Laut Stiftung Warentest sind Sterbegeldversicherungen für Kunden ab 65 Jahren immer zu teuer, weil der Anteil des Beitrags, der in die Risikoabsicherung fließt, zu hoch ist. Als Beispiel wird in diesem Test ein 65Jähriger Versicherungsnehmer angeführt, der für eine Versicherungssumme von 5.000 Euro im Laufe von 20 Jahren insgesamt 7.245,60 Euro einzahlen muss (günstigster Tarif der Victoria Versicherung).

Was rät Stiftung Warentest? – Es gibt noch Sterbegeld aus anderen Quellen

Seit dem Jahr 2004 ist das gesetzliche Sterbegeld der Krankenversicherung weggefallen. Stiftung Warentest rät auf ihrer Seite dazu, genau zu schauen, wo ggfs. noch Geld für die Bestattung ausgezahlt wird. Oftmals ist eine Risikolebensversicherung mit geringer und fallender Versicherungssumme viel effektiver und auch günstiger als eine Sterbegeldversicherung.

Dazu können Verbraucher auch aus anderen Quellen ein Sterbegeld erhalten:

  • Sterbevierteljahr: Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt auf Antrag drei volle Monatsrenten an die Hinterbliebenen aus. Voraussetzung dafür ist, dass der Verstorbene eine gesetzliche Rente bezogen hat.
  • Gesetzliche Unfallversicherung: Ein Anspruch auf Sterbegeld besteht aus der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn der Tod aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit resultierte.
  • Private Versicherung: Bei einer privaten Unfallversicherung kann eine Todesfallleistung vereinbart werden. Auch Risikolebens- und Kapitallebensversicherungen zahlen nach dem Tod des Versicherungsnehmers die vereinbarten Leistungen aus.
  • Öffentlicher Dienst: Hinterbliebene von Personen aus dem öffentlichen Dienst erhalten eine Sterbebeihilfe von bis zu drei Monatsgehältern.

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