Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit oder ohne Gesundheitsprüfung? – Ein Vergleich

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Welcher ist der richtige Vertrag? Mit Wartezeit oder mit Gesundheitsfragen?

Um seine eigene Beerdigung bereits zu Lebezeiten finanziell abzusichern, können Verbraucher eine Sterbegeldversicherung abschließen. Denn seit dem Jahr 2004 gibt es von der gesetzlichen Krankenversicherung kein Sterbegeld mehr für Hinterbliebene. Auch der Markt für die private Sterbegeldabsicherung ist groß. Anders als bei der Risikolebensversicherung können Kunden die Sterbegeldpolice auch ohne Gesundheitsprüfung abschließen, müssen dann aber mit einer Wartezeit rechnen.

Auf der anderen Seite gibt es auch die Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit. Hier fallen dann jedoch Gesundheitsfragen an. Was ist nun der genaue Unterschied zwischen beiden Varianten und für wen eignet sich welche Absicherung konkret?

Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit: Vor- und Nachteile

Die Sterbegeldversicherung gehört zu den Kapitallebensversicherungen und wird mit einer geringen Versicherungssumme abgeschlossen, um die Beerdigungskosten zu decken. Häufig liegt die Höhe der Versicherungssumme bei bis zu 8.000 Euro.

Bei einer Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit erhalten die Hinterbliebenen nach dem Tod des Versicherungsnehmers sofort die vereinbarte Summe ausgezahlt. Egal ob die Versicherung erst einen Tag läuft oder bereits 5 Jahre. Analog zur Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit gibt es auch eine Absicherung mit Wartezeit. Häufig beträgt die Wartezeit zwischen einem und drei Jahren. Verstirbt der Versicherungsnehmer in dieser Zeit so erhalten die Bezugsberechtigten keine Leistungen ausgezahlt. Wer eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit abschließt, muss jedoch mit einer Gesundheitsprüfung rechnen. Diese Fragen sind wahrheitsgemäß zu beantworten, da bei fehlerhafter Beantwortung der Versicherer die Leistungen verweigern oder sogar vom Vertrag zurücktreten kann.

Eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit ist besonders für ältere Menschen zu empfehlen. Sie müssen zwar die Gesundheitsprüfung hinnehmen und dann ggfs. auch durch Vorerkrankungen höhere Beiträge in Kauf nehmen, haben aber sofortigen Versicherungsschutz.

Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung: Vor- und Nachteile

Die Sterbegeldversicherung kann auch ohne Gesundheitsprüfung abgeschlossen werden. Das hat den Vorteil, dass Menschen mit bereits vorhandenen Erkrankungen dafür keine höheren Beiträge in Kauf nehmen müssen. Wer jedoch eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließt, muss eine Wartezeit hinnehmen. Die Wartezeit beträgt häufig zwischen 18 bis 36 Monaten je nach Versicherungsgesellschaft. Verstirbt der Kunde in dieser Zeit wird die Versicherungssumme entweder nur anteilig oder gar nicht gezahlt. Viele Anbieter leisten jedoch bei Unfalltod in der Wartezeit. Achten Sie also beim Abschluss einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung darauf, dass der Unfalltod auch in der Wartezeit versichert ist.

Die Staffelung, wie viel die Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung auszahlen, hängt von den Anbietern ab. Manche Versicherer zahlen einen Beitrag in Abhängigkeit zur Versicherungsdauer und –summe aus. Andere hingegen erstatten die bis zum Tod eingezahlten Beiträge.

Gerade für junge Menschen, die eine Sterbegeldversicherung abschließen möchten, lohnt sich der Abschluss mit Gesundheitsprüfung. Denn hier ist es relativ unwahrscheinlich, dass ein gesunder Mensch innerhalb der Wartezeit verstirbt.

Sterbegeldversicherung im Vergleich

Um herauszufinden welche Absicherung für Sie am sinnvollsten ist, können Sie einen Sterbegeldversicherung Vergleich nutzen. Hier kann nicht nur der Preis verglichen werden, sondern auch die verschiedenen Leistungen der Anbieter.
Die Sterbegeldversicherung der HUK und der DEVK weisen zum Beispiel eine Wartezeit auf. Daneben hilft der Vergleich herauszufinden wie hoch die Versicherungssumme ausfällt und ob es noch andere Zusatzleistungen gibt. Viele Versicherer beteiligen die Kunden an den Überschüssen. Auch eine begrenzte Beitragszahlungsdauer kann von Vorteil sein.

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