Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung

Auch wenn sich niemand gerne mit dem Thema Tod beschäftigen will, so wäre es fatal, diesen Bereich völlig auszuklammern. Denn jedes noch so lange Leben endet einmal.

Um Angehörige dann nicht zusätzlich mit den Kosten der Bestattung zu belasten, kann jeder Einzelne vorsorgen.

Dabei stehen sowohl eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung als auch jene mit Gesundheitsfragen zur Verfügung.

Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung hat einen Haken

Es gibt viele Anbieter, bei denen Interessierte eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung abschließen können. Die Frage ist allerdings, ob dies individuell sinnvoll ist. Denn eine Sterbegeldversicherung, die völlig auf Gesundheitsfragen verzichtet, hat einen entscheidenden Haken. Dieser kann besonders für Versicherte mit einem geschwächten Gesundheitszustand mit negativen Auswirkungen verbunden sein. Eine Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es nur, wenn sich Kunden auf eine Wartezeit einlassen. Der Versicherer zahlt die volle Versicherungssumme nur dann aus, wenn der Versicherte nicht innerhalb der Wartezeit verstirbt.

Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen
Eine Sterbegeldversicherung erhält man auch ohne Gesundheitsprüfung

Sterbegeldversicherung: Gesundheitsfragen und Wartezeit

Mit dieser Verbindung von Gesundheitsprüfung und Wartezeit appellieren die Anbieter indirekt an Interessierte, möglichst früh vorzusorgen. Denn wer ein Angebot mit Gesundheitsfragen erhält, der schließt in der Regel eine Sterbegeldversicherung ohne Wartezeit ab. Der Versicherungsschutz gilt dann sofort und vollständig. Da jedoch Versicherer Personen aufgrund ihres Gesundheitszustandes ablehnen können, würden manche Menschen nicht die Gelegenheit bekommen, noch zu Lebzeiten mit dem Abschluss einer entsprechenden Versicherung alle Fragen rund um die Beerdigungskosten zu klären. Daher gibt es auch Sterbegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung, die insbesondere für kranke und schwerkranke Personen infrage kommen.

Schnell-Zusammenfassung: Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung

  • Eine Sterbegeldversicherung kann nur ohne Gesundheitsprüfung, dafür aber mit Wartezeit abgeschlossen werden.
  • Eine Sterbegeldversicherung kann nur mit Gesundheitsprüfung, dafür aber ohne Wartezeit abgeschlossen werden.
  • Personen mit Vorerkrankungen können eine Sterbegeldversicherung abschließen, wenn keine Gesundheitsprüfung erfolgt. Müssen aber Wartezeiten in Kauf nehmen.
  • Die Gesundheitsfragen müssen immer wahrheitsgemäß beantwortet werden.
  • Gute Anbieter zahlen bei Unfalltod direkt Leistungen aus, auch wenn eine Wartezeit vorliegt.

Leistungen bei Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen eingeschränkt

Werden bei einer Sterbegeldversicherung keine Gesundheitsfragen gestellt, hat das den großen Vorteil, auch noch in späten Jahren mit Vorerkrankungen vorsorgen zu können. Allerdings – und das ist der bereits erwähnte Nachteil – gilt der Versicherungsschutz nicht sofort. Je nach Anbieter gibt es eine Wartezeit von bis zu 36 Monaten. Verstirbt der Versicherungsnehmer in dieser Zeit, wird die Versicherungssumme entweder gar nicht oder nur anteilig ausgezahlt. Je mehr Zeit der Frist verstrichen ist, desto größer ist in der Regel der Anteil der vereinbarten Summe, den das Unternehmen leistet. Die Länge der Wartezeit kann je nach Alter des Versicherten bei der Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung variieren.

Lediglich beim Unfalltod gibt es bei einigen Sterbegeldversicherungstarifen Ausnahmen. Selbst wenn keine Gesundheitsprüfung vorgenommen wurde und so eine Wartezeit gilt, leisten die Versicherer bei Tod durch Unfall zu 100 Prozent.

Leistungen werden gestaffelt oder gar nicht gezahlt

Die Staffelung, wie viel Sterbegeldversicherungen zahlen, bei denen keine Gesundheitsfragen gestellt wurden, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Manche zahlen einen Betrag in Abhängigkeit zur Versicherungsdauer und -summe aus. Andere wiederum erstatten die bis zum Tod eingezahlten Beiträge. Wer an einer Sterbegeldversicherung ohne Gesundheitsprüfung interessiert ist, sollte daher die Vertragsbedingungen genau lesen und gegebenenfalls mit anderen Gesellschaften vergleichen. Zum Sterbegeldversicherung Vergleich.

Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß beantworten

Wer sichergehen möchte, dass er mit seiner Sterbegeldversicherung vom ersten Tag an geschützt ist, der sollte einen Vertrag ohne zeitliche Einschränkungen wählen. Bei den Gesundheitsfragen ist es wichtig, diese wahrheitsgemäß zu beantworten – auch wenn das im Zweifel höhere Beiträge (sogenannte Risikozuschläge) oder gar die Ablehnung des Antrags aufgrund des Gesundheitszustandes bedeutet. Kommt später heraus, dass Fragen falsch oder nicht vollständig beantwortet wurden, kann der Versicherer die Leistungen verweigern.

Warum ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll?

Ob eine Sterbegeldversicherung sinnvoll ist, muss am Ende jeder Interessierte selbst entscheiden. Es gibt allerdings einige Argumente, die für diese Form der Vorsorge sprechen. So reicht beispielsweise nur ein Blick auf die Höhe der Beerdigungskosten aus. Zwar variiert diese je nach Art der Bestattung und der jeweiligen Gestaltung der Materialen und Beerdigung. Doch mit Kosten im vierstelligen Bereich ist zu rechnen. Wer diese Bestattungskosten zahlt, ist rechtlich nach einer strikten Reihenfolge geregelt. Doch wenn man seinen Hinterbliebenen in Zeiten der Trauer zusätzliche Belastungen – emotional wie finanziell – ersparen will, für den ist eine Sterbegeldversicherung sinnvoll.

Beispielrechnung Bestattungskosten
Gesamtkosten8.000 €
Sarg, Kiefer massiv800 €
Grabstein mit Einfassung2.700 €
Ankleiden und Einbetten140 €
Allgemeine Verwaltung210 €
Aufbahrung250 €
Totenschein und Sterbeurkunde70 €
Traueranzeige330 €
Trauergesteck250 €
Trauerredner und Musiker450 €
Friedhofsgebühren und Grabnutzung2.800 €

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